Just for fun
Ein Brief von Lydia
von Katrin Reinhard (Kommentare: 1)


Liebes Frauenteam der LG BEC (nicht schlecht),
lange habe ich mich nicht mehr bei Euch gemeldet. Nach einer etwas verkorksten Saison 2009, in der ich leider viel zu selten zum Einsatz kam, möchte ich aber 2010 einen Neustart wagen.
Seitdem ich vor einigen Jahren zum Team gestoßen bin, ging es immer mal bergauf und bergab mit Leistungen und Stimmungen. In einer so großen und lustigen Truppe wie Eurer möchte ich ab sofort aber natürlich nicht mehr fehlen.
Birgit hat mich zwar zum Trainingslager eingeladen, jedoch konnte ich aus persönlichen Gründen nicht kommen. Ihr wisst alle, dass Dimitri und ich seit November geschieden sind und ich bereits in einer neuen Beziehung bin. Mit meinem Carlo (echt nett, bisschen jung vielleicht) bin ich sehr glücklich. Carlo ist Spanier und sehr temperamentvoll. Wir waren ein paar Tage zu Hause in Moskau bei meinen Eltern und ich habe Carlo vorgestellt (versprochen – ihr werdet ihn bald kennen lernen).
Besonders freut mich natürlich, dass die neuen im Team gut angekommen sind und gut aufgenommen wurden. Henrike soll ja trotz der vielen Pfirsichringe schnell unterwegs sein und auch bei Heike wird es sicher wieder richtig schnell, sobald die alte Form erreicht ist und ein paar neue Spikes mit an Board sind.
Die liebe Manuela ist ja glücklicherweise nur auf der rechten Seite verletzt (rechter Fuß, rechtes Knie, rechte Schulter), sodass wir sie zur Linkshänderin umschulen können und sie dann doch dabei sein kann.
Von Eurem Trainingslager habe ich bisher nur das Beste gehört. Geschichten über Dinkelbrötchen (mit oder ohne zusätzliche Körner) sowie abgezählte Portionen Nüsse (11 ist eine zu viel, ich weiß) konnten wohl das Knast-Feeling der Jugendherberge verschönern... Ich glaube, auch die zwei Bällchen Eis am Samstagabend konnten eventuell das weniger gute Essen ausgleichen.
Fleißig gearbeitet habt ihr meines Wissens nach auch – und das noch mit jede Menge Spaß. Schade, dass ich mein Diskuswurf und Weitsprung nicht dabei sein konnte – das mache ich auch sehr gerne (und auch gar nicht schlecht). Ich bin stolz auf Euch, auch wenn ich etwas traurig bin, weil das ganze Vergnügen ohne mich stattfinden musste.
Meine Kollegen Pietro und Raoul haben mich beim Staffeltraining am Samstag offensichtlich gut vertreten. Dennoch hoffe ich, dass ihr mich wieder in die Mannschaft aufnehmt. Ich habe mein bestes gegeben, mich fit zu halten und halte mich streng an den Ernährungsplan für Topsprinter.
Nach Ostern werde ich mich auf den Rückweg nach Deutschland machen und dann wieder ins gemeinsame Training einsteigen. Bisdahin hoffe ich, die Chefin hält Euch weiter auf Trapp und ihr könnt den gewonnenen Teamgeist beibehalten und weiter ausbauen.
Auf ein baldiges Wiedersehen,
staffelige Grüße,
Eure Lydia (auch gar nicht mal so übel)
PS: bitte passt auf, dass die Chefin mich nur in Euren Staffeln einsetzt. Bei den Staffeln der Jugendlichen und Schüler klappt’s manchmal nicht mit den Wechseln – und ich wollte (in meinem fortgeschrittenen Alter) möglichst verletzungsfrei durch die Saison kommen.